Minijob-Grenze 2027: 633 € und 14,60 € Mindestlohn

Nach den beschlossenen Werten steigt die Minijob-Grenze 2027 auf 633 € pro Monat, der Mindestlohn auf 14,60 € pro Stunde. Ohne weitere anzurechnende Einnahmen passen auf volle Minuten abgerundet 43 Std. 21 Min. in dieses Monatsbudget.

Im Minijob-Stundenrechner können Sie zwischen 2026 und 2027 wechseln und Ihren eigenen Stundenlohn eingeben.

Diese Werte gelten 2027

Kennzahl 2026 2027 (Vorschau)
Minijob-Grenze / Monat603 €633 €
Minijob-Grenze / Jahr7.236 €7.596 €
Mindestlohn / Stunde13,90 €14,60 €
Monatszeit beim Mindestlohn (volle Minuten, abgerundet)43 Std. 22 Min.43 Std. 21 Min.

Stand: September 2026 · Vorschau auf Basis der beschlossenen Mindestlohnstufe

Berechnung der 633-Euro-Grenze

Die Minijob-Grenze ist an den Mindestlohn gekoppelt. Die Regel: Mindestlohn × 130 ÷ 3, aufgerundet auf den vollen Euro. Für 2027:

14,60 € × 130 ÷ 3 = 632,67 € → aufgerundet 633 € pro Monat.

Weil die Grenze an den Mindestlohn gekoppelt ist, ändert sich das rechnerische Stundenbudget beim Mindestlohn nur wenig. Die Jahresgrenze ist das Zwölffache der Monatsgrenze (633 € × 12 = 7.596 €) bei zwölf durchgehenden Beschäftigungsmonaten.

Was ändert sich für Minijobber praktisch?

Beim Mindestlohn liegt das rechnerische Monatsbudget in beiden Jahren nahe bei 43 Stunden. Bei höherem Stundenlohn verringert sich die mögliche Zeit: 633 € geteilt durch den eigenen Lohn. Bei 16 € sind es 2027 rund 39,6 Stunden pro Monat (2026: 37,7). Diese Dezimalwerte sind gerundet, keine sicheren Planungsgrenzen: 39,6 × 16 € ergeben bereits 633,60 €. Auf volle Minuten abgerundet passen bei 16 € im Jahr 2027 genau 39 Std. 33 Min. in 633 €.

Die höhere Grenze ist keine Zusage eines bestimmten Nettolohns. Besteuerung und Rentenversicherung sind gesondert zu betrachten. Der Ratgeber zu Beiträgen und Steuern erläutert die derzeitigen Grundlagen; für Ihre Abrechnung ist die konkrete Beschäftigung maßgeblich.

Vom Monatsbudget zu den Wochenstunden

Ein Monatsbudget hilft bei der Planung; für die rechtliche Einordnung zählt der voraussichtliche regelmäßige Verdienst. Für feste Wochenstunden kann man mit 4,33 (52 Wochen ÷ 12 Monate) rechnen. Manche Betriebe verwenden 4,35. Der Minijob-Stundenrechner zeigt beide Faktoren für 2026 und 2027 nebeneinander.

Aktualität dieser Vorschau

Diese Werte beruhen auf der beschlossenen Mindestlohnanhebung zum 1. Januar 2027. Die Minijob-Zentrale nennt sie in ihren Geringfügigkeits-Richtlinien. Für 2026 gilt der Ratgeber Minijob-Stunden 2026.

Checkliste: Übergang von 2026 auf 2027

Prüfen Sie vor dem Jahreswechsel diese Angaben:

  • Abrechnung kontrollieren: Nachzahlungen und Sonderzahlungen mit der Lohnabrechnung zuordnen lassen. Der Überweisungstermin allein entscheidet nicht in jedem Fall über die sozialversicherungsrechtliche Zuordnung.
  • Vertragsstunden prüfen: Beim Mindestlohn ändert sich das rechnerische Stundenbudget kaum. Nicht mit aufgerundeten 43,4 Stunden planen.
  • Stundenlohn prüfen: Ab Januar gilt nach den beschlossenen Werten 14,60 € Mindestlohn. Vertrag und Stundenplanung gegebenenfalls anpassen.
  • Sonderzahlungen einplanen: Vorhersehbare Zahlungen in der Verdienstprognose berücksichtigen. Eine bloße Verteilung der Auszahlung auf mehrere Monate ersetzt diese Prüfung nicht.
  • Budget neu festlegen: Mit dem Minijob-Stundenrechner auf 2027 stellen, das Restbudget neu berechnen und im Kalender notieren.

Bei einem Verdienst über der Minijob-Grenze kann der Übergangsbereich relevant werden. Für diese Einordnung reichen die Stunden allein nicht aus; lassen Sie den Fall in der Lohnabrechnung prüfen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Minijob-Grenze 2027?

Die monatliche Verdienstgrenze beträgt 633 €. Bei zwölf durchgehenden Beschäftigungsmonaten entspricht das 7.596 € im Jahr. Der Mindestlohn steigt auf 14,60 € pro Stunde.

Wie wird die Minijob-Grenze berechnet?

Die Formel lautet Mindestlohn × 130 ÷ 3, auf den nächsten vollen Euro aufgerundet: 14,60 € × 130 ÷ 3 = 632,67 € → 633 €.

Ist ein Minijob 2027 steuerfrei?

Ein Minijob ist nicht automatisch steuerfrei. Nach den derzeitigen Regeln kommt beim Minijob mit Verdienstgrenze unter den jeweiligen Voraussetzungen eine Pauschsteuer von 2 % oder die individuelle Besteuerung infrage. Kurzfristige Beschäftigungen sind davon zu unterscheiden.

Kann sich die Grenze 2027 noch ändern?

Die Werte beruhen auf der beschlossenen Mindestlohnstufe für 2027. Wird der Mindestlohn später geändert, kann sich auch die daran gekoppelte Verdienstgrenze ändern.

Quellen und weiterführende Links

Allgemeine Informationen ohne Gewähr. Für Ihren Fall sind die geltenden Vorschriften, Vereinbarungen und die einschlägige Rechtsprechung maßgeblich.