Minijob-Stundenrechner 2026

Wie viele Stunden dürfen Sie arbeiten, um unter der Minijob-Grenze zu bleiben? Stundenlohn eingeben — Maximalstunden für Monat, Woche und Tag sofort.

Geplante Arbeitszeit

Max. Stunden pro Monat

Std.

Grenze ÷ Stundenlohn

Max. pro Woche (÷ 4,33)

Max. pro Tag

Rest bis zur Grenze

Wichtig: Es gibt keine gesetzliche 10-Stunden-Woche im Minijob. Es zählt allein die Verdienstgrenze — .

Formel: Max. Stunden/Monat = Minijob-Grenze ÷ Stundenlohn · Max. Stunden/Woche = Monatsstunden ÷ 4,33

Stand: September 2026 · 2027 ist eine Vorschau auf Basis der beschlossenen Erhöhung
Stundenlohn Max. h / Monat Max. h / Woche (÷ 4,33) Max. h / Woche (÷ 4,35)
Ergebnis
Vorschau 2027: Die Minijob-Grenze steigt auf 633 € pro Monat, der Mindestlohn auf 14,60 €. Im Rechner oben einfach „2027 (Vorschau)“ wählen — Details im Ratgeber Minijob-Grenze 2027.

Wie viele Stunden darf ich im Minijob arbeiten?

Die kurze, für viele überraschende Antwort: so viele, wie Sie wollen — solange der Monatsverdienst die Grenze nicht überschreitet. Im Jahr 2026 liegt diese Minijob-Grenze bei 603 € pro Monat beziehungsweise 7.236 € pro Jahr. Eine gesetzliche Stundenzahl gibt es nicht, auch die viel zitierte „10-Stunden-Woche für Minijobber“ ist ein Mythos — sie existiert in keinem Gesetz.

Aus der Grenze und Ihrem Stundenlohn ergibt sich Ihre persönliche Stundenzahl: 603 € geteilt durch 13,90 € (Mindestlohn 2026) sind rund 43,4 Stunden im Monat. Verteilt auf etwa 4,33 Wochen pro Monat sind das ungefähr 10 Wochenstunden — aber eben nur beim Mindestlohn. Wer 16 € verdient, darf nur noch rund 37,7 Stunden arbeiten, bei 20 € sind es 30,2 Stunden.

Stundenlohn Max. Stunden / Monat 2026 Max. Stunden / Woche (÷ 4,33)
13,90 € (Mindestlohn)43,4 h10,0 h
14,00 €43,1 h9,9 h
15,00 €40,2 h9,3 h
16,00 €37,7 h8,7 h
18,00 €33,5 h7,7 h
20,00 €30,2 h7,0 h

Stand: September 2026 · Grenze 603 €/Monat

Was zählt alles zur Minijob-Grenze?

Zur Grenze zählt der reguläre Arbeitsverdienst: Grundlohn, Leistungsprämien, Schichtzulagen und ähnliche laufende Bestandteile. Nicht immer mitzählen dürfen steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse (etwa ein ÖPNV-Ticket), echte Aufwandsersatzungen wie Fahrtkostenerstattung oder Vermögenswirksame Anlagen — die Details regelt die Minijob-Zentrale. Wenn Sie neben dem Minijob einen zweiten Job haben, zählt auch dieser Verdienst in die Gesamtbetrachtung: Entscheidend ist das Gesamtentgelt aller Beschäftigungen.

Im Rechner oben können Sie unter „Bereits verdient diesen Monat“ eintragen, was Sie in diesem Monat schon in einem anderen Job verdient haben — das Restbudget sinkt entsprechend.

Woche oder Monat — was bedeutet 4,33?

Ein Monat hat im Schnitt etwa 4,33 Wochen (52 Wochen geteilt durch 12 Monate). Manche Arbeitgeber rechnen mit 4,35. Deshalb zeigt der Rechner beide Werte. Für Ihre Planung gilt: Der Monatsverdienst ist das entscheidende Kriterium, nicht eine glatte Wochenstundenzahl. Wenn Sie jede Woche exakt dieselben Stunden arbeiten, können Sie mit dem Wochenschnitt rechnen — bei unregelmäßigen Schichten sollten Sie monatlich gegenrechnen.

Was passiert bei Überschreitung der Grenze?

Überschreiten Sie die 603 € dauerhaft, endet der Minijob: Die Beschäftigung wird sozialversicherungs­ pflichtig beziehungsweise rutscht in den Midijob-Bereich (2026 bis 2.000 €), in dem Arbeitnehmerbeiträge allmählich ansteigen. Für den Arbeitgeber bedeutet das Mehraufwand in der Abrechnung — weshalb viele Betriebe die Stundenzahl ohnehin knapp unter der Grenze planen.

Ein einmaliger Ausrutscher von wenigen Euro im Jahr führt nach bisheriger Verwaltungspraxis nicht sofort zum Ende des Minijobs. Verlassen Sie sich darauf aber nicht blind: Bei wiederholten Überschreitungen wird es kritisch. Im Zweifel hilft nur die Nachfrage bei der Minijob-Zentrale oder einer Steuerberatung — das ist keine Rechtsberatung, die wir leisten dürfen.

Minijob und Mindestlohn 2026

Auch Minijobber haben Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde im Jahr 2026. Der Rechner setzt diesen Wert automatisch, wenn Sie das Häkchen „Ich werde nach Mindestlohn bezahlt“ setzen. Zum Vergleich: 2027 steigt der Mindestlohn auf 14,60 € — bei fast gleichbleibenden Maximalstunden, weil auch die Grenze steigt.

Häufige Fragen

Wie viele Stunden darf ich im Minijob 2026 arbeiten?

So viele, wie Sie mit Ihrem Stundenlohn unter der Grenze von 603 € pro Monat bleiben. Beim Mindestlohn von 13,90 € sind das etwa 43,4 Stunden im Monat oder rund 10 Stunden pro Woche. Eine gesetzliche Stundengrenze gibt es nicht.

Gilt die 10-Stunden-Woche für Minijobber?

Nein, die gibt es nicht. Es handelt sich um ein hartnäckiges Gerücht. Maßgeblich ist allein die Verdienstgrenze — 2026 sind es 603 € pro Monat.

Zählen auch Fahrgeld, Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld zur Grenze?

Grundsätzlich zählt der laufende Arbeitsverdienst. Für einmalige Zuschläge, Sachbezüge und steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse (z. B. Jobticket) gelten Sonderregeln — hier sollten Sie im Zweifel die Minijob-Zentrale oder eine Steuerberatung fragen.

Was passiert, wenn ich die Grenze überschreite?

Dann endet der Minijob-Status: Sie rutschen in den Midijob-Bereich (Übergangsbereich) mit wachsenden Sozialabgaben, und der Arbeitgeber muss Sozialversicherung pauschal nicht mehr abführen. Ein einmaliger, unbedeutender Ausrutscher ist meist unkritisch — das sollte man aber mit der Gehaltsabrechnung prüfen.

Wie viele Stunden sind es 2027?

Die Grenze steigt auf 633 € pro Monat und der Mindestlohn auf 14,60 €. Beim Mindestlohn bleiben das etwa 43,4 Stunden pro Monat — die möglichen Stunden steigen also kaum.